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Ehemalige Synagoge St. Pölten

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Ehemalige Synagoge St. Pölten

Bis November 1938 Zentrum des jüdischen Lebens, wurde die Ehemalige Synagoge in der NS-Zeit verwüstet und ihre Gemeinde vernichtet. 1984 wurde das beeindruckende Jugendstil-Gebäude mit seinen prächtigen Wandmalereien renoviert und wiedereröffnet. Nun wird sie anlässlich des "Kunst- und Kulturschwerpunkts St. Pölten 2024" bis Frühjahr 2024 erneut saniert und adaptiert.

Seit seiner Gründung im „Bedenkjahr“ 1988 gibt das Institut für jüdische Geschichte Österreichs dem Haus eine neue Bedeutung als Ort des Gedenkens und Lernens, aber auch für Konzerte und kulturelle Veranstaltungen, die mit dessen Geschichte und Würde vereinbar sind. Auf der früheren Frauengalerie und am Chor stellt aktuell eine Ausstellung die Geschichte der Kultusgemeinde dar, im Hauptraum sind die wenigen Gegenstände zu sehen, die die Vernichtung überlebt haben. Durch Kontakt mit den Nachkommen der Vertriebenen wird dieser kleine Bestand ständig erweitert.

Im April 2021 wurde ein unentgeltlicher Bestandvertrag zwischen der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) Wien und der NÖ Museum Betriebs GmbH abgeschlossen. Auf Basis dessen wurde ein Generalplaner für die Umsetzung von Sanierungs- und Adaptierungsmaßnahmen am Gebäude im Umfang von vier Millionen Euro ausgeschrieben.

Mittels der Maßnahmen werden sowohl der Chor als auch das Kantorhaus barrierefrei zugänglich und eine Erweiterung des Vermittlungsangebots möglich. Gemeinsam mit den geplanten Kunstinstallationen, Medienstationen und einem jüdischen Kunst- und Kulturfestvial wird die Ehemalige Synagoge ab 2024 zu einem lebendigen Raum entwickelt, der das kulturelle Leben der Stadt St. Pölten auf der Achse Innenstadt - Kulturbezirk mitprägt.

Neben dem Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich wird die Ehemalige Synagoge als eigenständige Institution Teil der NÖ Museum Betriebs GmbH. Der Betrieb wird in enger Kooperation mit dem Institut für jüdische Geschichte Österreichs (INJOEST) geführt.

„Wir richten kein Museum ein, wir lassen den Raum selbst erzählen. Geschichte – Gedenken – Gegenwart, diese drei Aspekte werden die Leitmotive sein, um die Gründung, Blüte und Vernichtung der jüdischen Gemeinde in St. Pölten zu vermitteln. Wir schaffen einen Ort, der sich mit jüdischer Kultur und unserer gemeinsamen Geschichte auseinandersetzt.“
Martha Keil, Direktorin Institut für jüdische Geschichte Österreichs

 

Ehemalige Synagoge St. Pölten
Dr.-Karl-Renner-Promenade 22
3100 St. Pölten
www.injoest.ac.at
www.juden-in-st-poelten.at

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